'









 

Obscuratorium - Das Element X

In der Kuppel auf dem Gelände der Landesgartenschau mit ihrer ungewöhnlichen Akustik setzen Burkard Schmidl (Konzept, Komposition, Produktion) und Sven Höhnke (Lichtdesign) eine innovative Klang- und Lichtinstallation um. In diesem ehemaligen militärisch genutzten Gebäude befindet sich eine mehrkanalige Klang- und Lichtinstallation in deren Mittelpunkt ein „selbstspielender“ Flügel steht. Obscure Klänge und orchestrale Flächen aus einer oktaphonen Lautsprecheranordnung begleiten einen „unsichtbaren Pianisten“. Ein Deckensegel und die Wände sind in farbiges Licht getaucht.

Über die mögliche Existenz eines 5. Elements spekulierten schon die antiken Philosophen und Alchemisten. Paracelsus suchte die göttliche, geheime, unsichtbare und heilende Essenz. Durch zerlegen, reinigen und neu zusammensetzen der Stoffe wollte er dem Mysterium der Dinge auf die Spur kommen. Der Komponist Burkard Schmidl greift die alchemistische Methode auf, indem er mit digitalen Mitteln den Klang der 4 Elemente zerlegt und neu zusammensetzt, so dass aus der akustischen Ursuppe sphärische Klangbilder in harmonische Formen übergehen. Der Flügel beginnt zu spielen – behutsam tastend begibt er sich auf der Suche nach der universellen „Essenz“.