42/2004
22.04.2004
Endlich ist es soweit: Landesgartenschau Trier 2004
öffnet bei strahlendem Frühlingswetter ihre Pforten
Die Landesgartenschau Trier 2004 (LGS) ist eröffnet. Um Punkt 12.47 Uhr waren es der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und LGS-Schirmherr Kurt Beck sowie der Staatssekretär im rheinpfälzischen Wirtschaftsministerium, Günter Eymael, die bei strahlendem Frühlingswetter den Petrisberg für die Besucher freigaben. Zwischen 1936 und 1998 galt das Militär-Areal für die Einheimischen als Tabu-Zone. Während der Bauphase im Vorfeld des Großereignisses war Interessenten aus Sicherheitsgründen der Zutritt weitgehend verwehrt geblieben. Die Landesgartenschau Trier 2004 gilt als größtes Event des Landes Rheinland-Pfalz in diesem Jahr. Auf einer Fläche von 44 Hektar werden den Besuchern neben zahlreichen floralen Beiträgen mehr als 3000 Veranstaltungen geboten. Am 24. Oktober wird die LGS Trier ihre Pforten schließen. Dann entsteht im Konversionsgebiet in unmittelbarer Nachbarschaft zur Universität Trier ein modernes Wohn- und Arbeitsquartier sowie ein Naherholungsgebiet.
Beck sagte während des feierlichen Eröffnungsprogramms, moderiert von Tagesschau-Sprecher Jan Hofer und künstlerisch umrahmt vom Jugendblasorchester Rheinland-Pfalz, dem Fachbereich Modedesign der Fachhochschule Trier und dem Tanzensemble „ExisTanz“, dass es wichtig sei, Signale für die Zukunft zu setzen. „Wir wollen die städtische Entwicklung mit neuen Ideen versehen“, sagte der Gast aus Mainz. Nach den Worten Eymaels kann man Trier nur gratulieren. Auch Dank Luxemburg sei Trier auf dem besten Weg aus einer strukturschwachen in eine strukturstarke Region.
An den kommenden 186 Tagen steht der Petrisberg jedoch ganz im Zeichen der Landesgartenschau. Die Organisatoren des Events möchten mit ihrem Konzept ausgetretene Pfade verlassen und ein Großereignis für die ganze Familie bieten. Nicht nur deshalb fußt die überwiegende Mehrheit der Veranstaltungen auf den vier Säulen Kunst, Geschichte, Natur und Sport. Bei der Kulturgartenschau, so positioniert sich die Riesen-Ausstellung unter freiem Himmel, wechseln sich die vier Elemente Luft, Wasser, Feuer und Erde in Blöcken von circa sechs Wochen ab.
Angesprochen werden sollen nicht nur Blumenfreunde, sondern auch junge Leute, die bisher noch nicht mit Landesgartenschauen in Berührung gekommen sind. „Es soll nicht nur so sein, dass der Enkel der Oma eine Dauerkarte schenkt, sondern auch umgekehrt“, sagte Roman Schleimer, einer der beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau Trier 2004 GmbH. Der moderne GKN Skate Park, die vielen Sportangebote, die zum Mitmachen animieren, hochwertige Spielplätze, Veranstaltungen von und für Kinder sowie das Grabungscamp, in dem alle vorangemeldete Besucher mit den Archäologen des Rheinischen Landesmuseums in Trier selbst nach römischen Spuren suchen können, seien attraktive Angebote für die jungen Besucher. Ein Kompliment richtete Schleimer an die ehrenamtlichen Helfer auf dem Gelände, die die Region präsentieren.
Um dieses Mega-Projekt in die Tat umzusetzen, wurde auf dem Petrisberg innerhalb von 20 Monaten ein tristes ehemaliges Militär-Areal in ein blühendes und farbenfrohes Gelände verwandelt. „Es ist ein einzigartiges Konzept“, sagte der technische Geschäftsführer der Landesgartenschau Trier 2004 GmbH, Matthias Schmauder. Als er die Pläne vor zweieinhalb Jahren zur Kenntnis nahm, hoffte er, dass diese auch umgesetzt werden können.
Bereits um 9 Uhr warteten die ersten Besucher vor dem Haupteingang am idyllischen Wasserband und der Hallenschau. Drei Trierer, alle mit einer Dauerkarte ausgestattet und extra für den LGS-Auftakt früh aufgestanden, nahm das unberührte Areal in Angriff. Die Veranstalter hoffen auf etwa eine Million Besuche.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen an
Wolfgang Rommel (rommel@lgs-trier-2004.de)