35/2004
13.04.2004

Sehen und verstehen: Universität Trier und Fachhochschule Trier 
stellen vielseitiges Programm auf der LGS vor

Die gute Nachbarschaft soll während der Landesgartenschau Trier 2004 (LGS) sichtbar zum Ausdruck gebracht werden. Auf dem Petrisberg werden zwischen dem 22. April und dem 24. Oktober neben zahlreichen Ausstellern auch Universität und Fachhochschule Trier den Besuchern des größten rheinland-pfälzischen Events ein vielfältiges und lehrreiches Angebot präsentieren. Dies verkündete LGS-Geschäftsführer Roman Schleimer gemeinsam mit den Präsidenten der beiden Hochschulen während einer Pressekonferenz am Dienstag. Schleimer verwies auf die gute Zusammenarbeit im Vorfeld der Landesgartenschau und lässt keine Zweifel an einem guten Gelingen aufkommen. „Es war für uns von Anfang an wichtig, Universität und Fachhochschule mit ins Projekt einzubinden.“ Besonders wichtig ist nach den Worten Schleimers dabei die finanzielle Unterstützung des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Tourismus und Weinbau, das die Projekte beider Hochschulen mit einer sechsstelligen Summe fördert.

Für die Universität habe schon bei der Vergabe der Landesgartenschau nach Trier festgestanden, „dass wir uns als direkter Nachbar präsentieren möchten“, sagte Uni-Präsident Prof. Peter Schwenkmezger. Sein Kollege Prof. Bert Hofmann von der Fachhochschule beklagte zwar spaßig einen gewissen Standort-Nachteil, „da wir auf der anderen Moselseite beheimatet sind“, unterstrich aber, dass sich die Fachhochschule mit innovativ, nachhaltigen Projekten auf dem Landesgartenschaugelände präsentieren werde.

Unter dem Motto „Im Zauber der Elemente“ – dem LGS-Slogan – hat eine Arbeitsgruppe der Trierer Universität, unter Leitung von Dr. Elisabeth Tressel 15 Projekte geplant. Beteiligt sind die Fächer Physische Geographie, Hydrologie, Chemie und Klimatologie, Kunstgeschichte und Medienwissenschaften sowie das Ada-Lovelace-Projekt als Partner für die Schulen. Besonders der letztgenannte Beitrag ist nach den Worten von Frau Dr. Tressel speziell für Schülerinnen und Schüler konzipiert. Aber auch beim ELEMENTE-Klassenzimmer, bei dem Schulklassen die Möglichkeit haben, den Unterricht in der freien Natur zu gestalten, sei die Uni Trier mit dem Geolehr- und -lernpfad präsent.

Weitere Themen der Geowissenschaftler sind zum Beispiel der Rohstoffgarten der Universität mit einem Gesteinspfad, eine Wanderausstellung „Ressourcenwelten-Menschenwelten“, ein Projekt „Virtueller Petrisberg“ im Rahmen der Geschichte-Ausstellung im Promenadenpark, eine „Webgeo“ zu Geoprozessen der Faktoren Luft, Wasser, Boden und Vegetation und ein Beitrag zum Klima der Region sowie der Hexenkräuter-Garten. Mit einer Live-Berichterstattung zur Landesgartenschau im Internet schließlich sind die Medienwissenschaftler mit dabei. „Viele Projekte werden direkt ab dem Eröffnungstag sichtbar sein“, sagte Schwenkmezger. 

Für Hoffmann steht die Teilnahme der Fachhochschule unter dem Motto Kreativität und Innovation. „Wir wollen die Besucher in die Welt der modernsten Technik entführen“, betonte Hoffmann. So dient beispielsweise ein ortsbezogener, mobiler Ausstellungsführer dazu den Besuchern der LGS multimediale Informationen auf einem tragbaren Minicomputer, einem sogenannten PDA, zur Verfügung zu stellen. Das Projekt „Cybergärten und wirkliches Grün“ wird die große Ausstellungshalle der Europäischen Kunstakademie in Trier in ein Medienlabor verwandeln. Junge Mediengestalter, Künstler und Wissenschaftler werden Beiträge liefern, in denen das kreative Potential des Gartens zum Vorschein gebracht und unter Einsatz der neuen Medien von verschiedenen Seiten her beleuchtet wird. Innovative Beiträge zum Thema Holz kommen unter dem Motto „Holz kann mehr als nur gemütlich sein“ ebenfalls von der Fachhochschule.

Als beispielhaft bezeichnete Hofmann die Zusammenarbeit der Fachbereiche Modedesign sowie Design und Informatik mit der Landesgartenschau. Hier seien von Beginn an viele Studierende involviert gewesen und hätten das Erscheinungsbild der Landesgartenschau in gestalterischer Weise mitgeprägt. So habe der Fachbereich Modedesign eigens Kostüme zu den Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft kreiert, die schon während der Eröffnungsveranstaltung präsentiert würden. Studierende aus dem Bereich Kommunikationsdesign hätten Werbemittel und Merchandisingartikel für die Landesgartenschau entworfen.

Mit einer umfangreichen Projektförderung verschiedener Institutionen wurde die Teilnahme von Universität und Fachhochschule an der Landesgartenschau ermöglicht. Diese Mittel wurden bereit gestellt vom Kuratorium der Universität, dem Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, und allen im Landtag vertretenen Fraktionen, dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau sowie zahlreichen anderen Institutionen.




Bitte wenden Sie sich bei Fragen an
Wolfgang Rommel (rommel@lgs-trier-2004.de)