33/2004
05.04.2004
Natur auf der Gartenschau: Landesforsten zeigen
spannende und informative Beiträge aus und um den Wald
Zwar steht das Gebäude der rheinland-pfälzischen Landesforsten auf dem Gelände der Landesgartenschau Trier 2004 (LGS) bereits seit rund sieben Jahrzehnten. Dennoch wurde am Montag in einer ehemaligen Panzerhalle im Promenadenpark Richtfest gefeiert. Seitdem feststeht, dass an diesem Ort das KULTURWALDHAUS der Landesforsten Rheinland-Pfalz den Besuchern attraktive und interessante Veranstaltungen präsentieren wird, kennt das Engagement keine Grenzen. Blickfang ist die fünf Meter hohe Schichtholzwand. Diese wurde vor drei Wochen von fleißigen Helfern der Reservistenkameradschaft Trier-Filsch gemeinsam mit Forstwirten und Förstern errichtet. Insgesamt sind im und am KULTURWALDHAUS rund 21.000 Stück Scheitholz zu 270 Raummetern aufgeschichtet worden. Das Holz wird im Anschluss der Landesgartenschau als umweltfreundlicher Energieträger genutzt. Es wird rund 20.000 Liter Heizöl ersetzen und damit die Atmosphäre um rund 85.000 Kilogramm Kohlendioxid entlasten.
Der technische Geschäftsführer der Landesgartenschau Trier 2004 GmbH, Matthias Schmauder, und Ministerialdirigent Joachim Leonhardt, Leiter der Landesforsten Rheinland-Pfalz aus dem Ministerium für Umwelt und Forsten, stellten mit dem Trierer Architekten Manfred Müller den Anlaufpunkt der Landesforsten auf dem LGS-Gelände und das vielfältige Programm zu Wald, Holz und Kultur vor. „Eine Landesgartenschau soll unmissverständlich auch das Thema Natur und Umwelt in ihrem Programm haben“, betonte Schmauder. „Daher freuen wir uns bereits jetzt auf die Beiträge der Landesforsten.“
Angekündigt sind Wechselausstellungen und Aktionen, in denen die verschiedensten Holzarten Fässer, Holzschalen, Geigen oder Orgeln entstehen. Motorsägenkünstler werden Stammabschnitte zu Holzskulpturen verarbeiten. Holzkünstler haben ihr Kommen angekündigt und zeigen, welche Schönheiten sich aus einem einfachen Stück Holz zaubern lassen. In einer Ausstellung des Rheinischen Landesmuseums stehen Jahrtausende alte Holzreste aus der wechselvollen Geschichte Triers im Mittelpunkt. In abendlichen Vorträgen werden Besucher erfahren, wie sehr die Wald- und Vegetationsgeschichte die Kulturlandschaft im Raum Trier geprägt hat. Das vielfältige Leben im Wald soll ebenso eine wichtige Rolle spielen. Von den Wildtieren über Ameisen in ihrem Bau bis hin zum kleinen König des Eichenwaldes, dem Hirschkäfer, werden die Mitarbeiter der Landesforsten gerne Auskunft geben.
Aber auch die kulinarischen Genüsse, welche sich aus den Produkten des Waldes herstellen lassen, gehören dazu. Die Besucher werden Förstern über die Schulter schauen, wenn sie Pilze und Wildprodukte zu schmackhaften Gerichten verarbeiten, und sie werden erfahren, dass viele Jahrhunderte lang einzig der Wald den Menschen mit dem Süßstoff Honig versorgt hat. Weitere Veranstaltungen im Außenbereich am KULTURWALDHAUS sowie im Wald runden das Angebot der Landesforsten ab. Schulklassen werden den vielfältigen Aspekten des Lebensraums Wald im Rahmen des „ELEMENTE-Klassenzimmer“ auf die Spur zu kommen versuchen. Moderne Holzerntemaschinen (Harvester) zeigen, dass sie sanft und äußerst rationell Bäume zu verschiedensten Holzsortimenten verarbeiten können. Bei den Brennholztagen werden die Besucher erleben, wie aus dem „Sonnenkraftwerk Baum“ der umweltfreundliche, Kohlendioxid-neutrale und ständig nachwachsende Energieträger Holz entsteht.
Auch im Umweltbildungsbereich sind die Landesforsten auf der LGS aktiv. Mit attraktiven und spielerischen Angeboten rund um Waldluft, Waldboden, „Holz als Brennstoff“ und „der Wald als Wasserspeicher“ stehen jeden Dienstag und Donnerstag ausgebildete Referenten Schulen der Klassen eins bis sieben Rede und Antwort. „Die Wald-Wild-Schule ist ein besonders anschaulicher Beitrag in Kooperation mit dem Landesjagdverband Rheinland-Pfalz und wird mit Sicherheit von den Schulklassen gut gebucht werden“, sagt Annett Hergeth, bei der LGS GmbH für das Thema Jugendveranstaltungen verantwortlich. Nach ihren Worten ist der Forstbeitrag allerdings nur einer von insgesamt 70 Angeboten auf dem LGS-Gelände für Schülerinnen und Schüler aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Luxemburg. Die LGS-Mitarbeiterin ist davon überzeugt, dass das KULTURWALDHAUS großen Zuspruch finden wird. „Die Zusammenarbeit zwischen der LGS und den Forsten ist beispielhaft, und das Engagement für Kinder ebenso.“

Bitte wenden Sie sich bei Fragen an
Wolfgang Rommel (rommel@lgs-trier-2004.de)