Pressemitteilung 32/2004 | 02.04.2003

Ein Turm als Traum: Stadt Luxemburg schenkt Trier
eine begehbare Skulptur aus Corten-Stahl

Geschenke beleben bekanntermaßen die Freundschaft. Getreu nach diesem Sprichwort hat Trier am späten Freitagnachmittag von der Stadt Luxemburg ein Präsent erhalten, das auf dem Gelände der Landesgartenschau Trier 2004 (LGS) bereits vor seiner Fertigstellung als Wahrzeichen fungiert. 16 Meter hoch, 25 Meter breit, 100 Tonnen schwer und knapp 400.000 Euro teuer: Das sind die Eckdaten des „Turm Luxemburg“. Ganz bewusst beschreibt der renommierte Luxemburger Architekt François Valentiny das rostige Bauwerk aus Corten-Stahl lieber als eine „begehbare Skulptur“. „Ein Turm wurde früher gebaut, um Ausschau nach Feinden zu halten“, erläuterte Valentiny während der feierlichen Übergabe, an der zahlreiche Prominente aus der Politik teilnahmen. Jetzt soll der „Turm Luxemburg“ als Zeichen der Freundschaft im Herzen Europas sein. Insgesamt fünf Plattformen erschließen den Weg nach oben auf dem obersten Plateau erschließt sich dem Besucher der Blick nach dem Nachbarland. Der „Turm Luxemburg“ ist nicht nur für die Landesgartenschau konzipiert und gebaut worden. Auch nach dem Großereignis, wenn auf dem Petrisberg ein modernes Wohn- und Arbeitsquartier entsteht, wird die Skulptur zu begehen sein.

Die Geschichte der Freundschaft zwischen der Stadt Luxemburg und Trier ist mit diesem Akt um ein weiteres Kapitel reicher. „Es handelt sich hier um ein besonderes Geschenk“, betonte der Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer. Vor allem die ältere Generation habe in dieser Region schwere Zeiten erlebt. Daher sei dieser Turm als Traum zu bewerten. Auch Paul Helminger, Schröers Amtskollege aus der Hauptstadt des Großherzogtums unterstrich die Freundschaft und ist davon überzeugt, „dass noch viele Besucher auf der Landesgartenschau Freude haben werden den Turm zu besteigen.“ Der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, Günter Eymael, sprach von einem „kleinen europäischen Festakt.“ „Wir sind hier in einer Vorzeigeregion“, sagte der Gast aus Mainz. „Zwischen Luxemburg und Trier herrscht eine gute Zusammenarbeit in den Bereichen Politik, Kultur und Sport.“ Er sei davon überzeugt, dass die Luxemburger Beiträge auf dem LGS-Gelände zu den Höhepunkten während des größten rheinland-pfälzischen Events dieses Jahres zählen werden.

Das Nachbarland ist nach den Worten Schröers bei der Vergabe der zweiten rheinland-pfälzischen Landesgartenschau mitausschlaggebend gewesen. „Mit Luxemburg waren wir unschlagbar“, ist sich Schröer sicher. Die „Terra Mixta“, der Garten Luxemburg, ist ein Projekt des Luxemburger Gartenbauverbandes und soll auf einer Fläche von 13 mal 14 Metern das Großherzogtum darstellen. Außerdem gehört die Stadt Luxemburg zu einem der Außenstandorte der Landesgartenschau. Das Petruss-Tal im Herzen der Altstadt hat sich in eine attraktive Anlage verwandelt und soll somit Appetit auf das größte rheinland-pfälzische Event anno 2004 machen. Die Beteiligung an der Landesgartenschau ließ Luxemburg auch etwas kosten. Etwa 1,5 Millionen Euro investierte die Stadt in die Gesamtprojekte.