26/2004
23.03.2004

Auf den Spuren der Römer: LGS-Besucher 
können die Trierer Geschichte auf dem Petrisberg aufdecken

Das Gelände der Landesgartenschau 2004 (LGS) ist einer der geschichtsträchtigsten Orte in der Region Trier. Während der Vorbereitungsarbeiten vor anderthalb Jahren stießen Archäologen auf Relikte aus dem Jahr 30 vor Christus. Es waren die ältesten römischen Gebäudereste, die in Trier je ans Tageslicht befördert wurden. Die Geschichte um die älteste Stadt Deutschlands musste somit teilweise neu geschrieben werden. Die Grabungsergebnisse bestätigten die Vermutung, dass die Römer auf dem zukünftigen LGS-Areal Petrisberg in der Tat ein Militär-Lager errichtet haben, noch ehe die Talstadt im Jahr 16 vor Christus gegründet wurde. Für die LGS-Organisatoren ergab sich dadurch die Möglichkeit, in der Landesgartenschau eine Schaugrabung in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Landemuseum zu veranstalten. „Eine Fläche lassen wir bis zur offiziellen Eröffnung unberührt, dort wird dann während der Landesgartenschau eine Schaugrabung veranstaltet. Ein Archäologen-Team wird die Hobby-Altertumsforscher betreuen,“ erklärt Roman Schleimer, einer der beiden Geschäftsführer der LGS-GmbH 

Die entscheidende Vorarbeit haben die Stadt Trier, das Rheinische Landesmuseum und die Landesgartenschau Trier GmbH bereits im Vorfeld des größten rheinland-pfälzischen Events im Jahr 2004 geleistet. Inzwischen steht fest, dass auf dem Petrisberg ein römisches Heerlager mit den Maßen von etwa 250 mal 600 Metern existiert haben muss. Tausende römische Soldaten sollen nach diesen Befunden drei Jahrzehnte vor Christi Geburt auf dem Petrisberg „stationiert“ gewesen sein. Trierer Archäologen haben unter anderem Scherben von Gefäßen, Münzen und Kochtöpfe aus der Römerzeit ans Tageslicht befördern können.

Dr. Hartwig Löhr, Archäologe des Rheinischen Landesmuseums Trier, stellt klar: „Wir werden an allen Werktagen, also vom 22. April bis zum 24. Oktober, auf dem Gelände der Landesgartenschau im Promenadenpark vor Ort sein und allen Interessenten zu angegeben Zeiten Grabungsführungen anbieten das ABC der Archäologie erklären.“ Laut Löhr können die Besucher somit den Altertums-Forschern jederzeit über die Schulter blicken, eine Anmeldung sei dafür nicht notwendig.

Doch auch diejenigen, die Hand anlegen und selbst an den Grabungen teilnehmen wollen, dürfen sich freuen. „Insgesamt gibt es drei Möglichkeiten zur aktiven Mitarbeit“, erklärt Schleimer. Die Tourist Information Trier (TIT) hat bereits ein Paket geschnürt, in dem eine Führung und eine Teilnahme unter Anleitung von den Archäologen des Rheinischen Landesmuseums inbegriffen ist. Interessenten können sich bei der Tourist Information Trier melden und dieses Programm buchen. „Dabei ist es nicht von Relevanz, ob die Teilnehmer aus der Region stammen oder nicht“, verdeutlicht Schleimer. Die Packages sind zu folgenden Terminen buchbar: Vom 29.04. bis zum 01.05.2004, 03.06. - 05.06.2004, 22.07. - 24.07.2004, 12.08. - 14.08.2004 und vom 26.08. bis zum 28.08.2004. Der Preis für das Seminar inklusiv zweimal Übernachtung mit Frühstück in einem Hotel der gehobenen Kategorie in der Stadt liegt bei 153 Euro pro Person im Doppelzimmer. Die Teilnahme ohne Übernachtungen kostet 51 Euro und ist zusätzlich zu folgenden Zeiträumen zu reservieren: 13.05. - 15.05.2004; 27.05. - 29.05.2004; 24.06. - 26.06.2004; 08.07. - 10.07.2004; 09.09. - 11.09.2004.

Schülerinnen und Schüler können im Rahmen des ELEMENTE-Klassenzimmers auch in die Rolle des Archäologen schlüpfen. „Schulklassen können auf der Landesgartenschau einzelne Unterrichts-Stunden oder ganze Projekt-Tage zum Thema Natur und Geschichte gestalten. Dabei haben wir auch das Thema Grabungen mit im Angebot“, sagt Schleimer. Anmeldungen sind ab dem 1. April per e-Mail oder über Fax bei der Landesgartenschau GmbH möglich.

Privatpersonen und Gruppen ab 10 Jahren, die gerne mindestens eine Woche mit den Altertumsforschern auf Spurensuche gehen, können sich beim Rheinischen Landesmuseum Trier mindestens drei Woche vorher melden. Löhr erklärte, eine regelmäßige Mitarbeit an allen Arbeiten sei eine wichtige Voraussetzung „Eine regelmäßige Beteiligung an allen Arbeiten seien Voraussetzung“, erklärt Dr. Löhr.. Die „Archäologen auf Zeit“ werden dabei keine Schwerstarbeit leisten müssen, sondern können das ABC der Archäologie erlernen. Löhr fügt hinzu: „Dazu gehört allerdings auch, dass keine Souvenirs mit nach Hause genommen werden dürfen.“ Der Archäologe weist daraufhin, dass alle Interessenten festes Schuhwerk nicht vergessen dürfen, da die Grabungen auch bei Regen stattfinden werden. Arbeitsgeräte werden zur Verfügung gestellt.


Wo melde ich mich an?

Tourist-Information Trier Stadt und Land e.V.
Hotelabteilung
An der Porta Nigra
54290 Trier
Telefon: +49 651-97808-16 oder -14
Telefax: +49 651-700048
e-mail: hotel@tit.de

Anmeldung für das ELEMENTE-Klassenzimmer:
Frau Annett Hergeth,
e-Mail: klassenzimmer@lgs-trier-2004.de
Fax: +49 651 46029-977

Rheinisches Landesmuseum Trier
Weimarer Allee 1
54290 Trier
Tel.: +49 651 9774-0
Fax: +49 651 9774/222



Bitte wenden Sie sich bei Fragen an
Wolfgang Rommel (rommel@lgs-trier-2004.de)