

Pressemitteilung 25/2004 | 19.03.2004
Ökumenischer KirchenGarten auf der Landesgartenschau: Die Kirche mal anders erleben – Lebenswege finden
Auf dem Gelände der Landesgartenschau Trier 2004 machen das Bistum Trier und der Evangelische Kirchenkreis Trier gemeinsame Sache. Im KirchenGarten, einer Anlage von gut 6000 Quadratmetern unmittelbar am Wasserturm im Promenadenpark, werden sich beide Konfessionen mit einem umfangreichen Programm präsentieren. „Im KirchenGarten kann man Kirche mal etwas anders erleben“, kündigte Superintendent Christoph Pistorius vom Evangelischen Kirchenkreis Trier während einer Pressekonferenz am Freitag an. „Gottesdienste unter freiem Himmel, das tägliche Angebot zum Gespräch und andere Stationen laden zum Verweilen ein und eröffnen spirituelle Möglichkeiten“, beschrieb Pistorius das Konzept des KirchenGartens, der zwischen dem 22. April und dem 24. Oktober auf dem Petrisberg zu bewundern ist.
Der KirchenGarten ist ein ökumenisches Projekt des Bistums Trier und des Evangelischen Kirchenkreises Trier. Motto des Gartens ist die biblische Weisheit „Wer mich findet, findet Leben – LebensWege auf der Landesgartenschau“. „Kirche ist immer da, wo Menschen sind“, machte Generalvikar Werner Rössel vom Bistum Trier die Gründe für das kirchliche Engagement auf der Landesgartenschau deutlich. „Die Kirche muss heute auf Menschen zugehen und da ist die Landesgartenschau Trier ein willkommener, ja ein toller Anlass.“ Rössel hob auch die Tradition der ökumenischen Zusammenarbeit beider Kirchen in Trier hervor: „Eine ökumenische Gesinnung zeigt sich nicht in irgendwelchen Sonntagsreden, sondern im praktischen Miteinander.“
Im KirchenGarten finden jeden Sonntag um 12 Uhr ökumenische Gottesdienste statt. Bibelworte und ein Mittagsgebet gehören zu den täglichen Angeboten. Ein so genannter „Rastgeber“ steht zum Gespräch zu Verfügung. Auf einem Weg durch den KirchenGarten begleiten Edelsteine den Weg. Edelsteinaltar und Fußbodenlabyrinth laden zum Meditieren ein.
Doch auch die jungen Besucher spielen im KirchenGarten eine wichtige Rolle. In der „Oase", dem Jugendcamp, wird mit „lebendigen Bauten“ wie einer Weidenkapelle und Lehmhütten der nachhaltige Umgang mit Rohstoffen ausprobiert und gezeigt. Jugendgruppen sind eingeladen, am Leben und Arbeiten im Jugendcamp mitzumachen oder auch einige Tage dort zu verbringen. Außerdem werden im KinderGarten Kindergärten die Anlage mitgestalten.
„Wir freuen uns sehr, dass das Bistum Trier und der Evangelische Kirchenkreis Trier sich auf der Landesgartenschau so stark engagieren“, betonte Roman Schleimer, einer der beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau Trier 2004 GmbH. Nach seinen Worten ist diese Kooperation eine Bereicherung auf dem Petrisberg, denn sowohl das Bistum als auch der Evangelische Kirchenkreis haben in der Moselmetropole einen hohen Stellenwert.
Für Generalvikar Rössel ist das Thema Landesgartenschau ein weiteres Kapitel über die Kooperation zwischen dem Bistum und dem Evangelischen Kirchenkreis. „In Trier gibt es eine ausgeprägte ökumenische Tradition und keinerlei Berührungsängste, denn es verbindet uns doch heute viel mehr als uns noch trennt.“ Dabei erinnert er sich an ein anderes Trierer Großereignis der vergangenen Jahre, an die Heilig-Rock-Wallfahrt von 1996. „Sie war ein ökumenisches Ereignis und diese Tradition wird bis heute bei den jährlichen Heilig-Rock-Tagen, fortgesetzt. Das Bistumsfest beginnt in diesem Jahr am 23. April, ein Tag nach der Eröffnung der Landesgartenschau Trier.“