14/2004
20.02.2004
„Fest der Region“ weitet sich ins Saarland aus:
Gemeinde Mettlach wird Partner der Landesgartenschau Trier
Die Landesgartenschau Trier 2004 soll nicht nur ein großes Ereignis in Rheinland-Pfalz und Luxemburg werden. Auch das Saarland wird sich an dem Event, das zwischen dem 22. April und dem 24. Oktober 2004 stattfinden wird, aktiv beteiligen. Die Gemeinde Mettlach, bekannt durch ihre Tradition im Bezug auf die Keramik- und Porzellanherstellung, ist seit heute Außenstandort der Landesgartenschau Trier. „Die Landesgartenschau Trier ist ein Ereignis, welches in die Region aus den Ländern Luxemburg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zahlreiche Besucher ziehen wird“, sagt der Mettlacher Bürgermeister Manfred Zimmer. „Da war es für uns selbstverständlich, die Initiative zu ergreifen und mitzumachen.“
Der neue Partner der LGS möchte viele Mettlacher Sehenswürdigkeiten stärker mit Hilfe von Infotafeln in den Mittelpunkt rücken. Der exotische Baumbestand im Park der alten Abtei erhält eine neue Beschilderung. Touristen werden intensiver animiert, eine Tour durch den Park Schinkelbrunnen, zum Alten Turm und zum Erdgeist zu unternehmen, der Baumlehrpfad klärt informativ und unterhaltsam über die Natur auf, und der Park Saareck wird ebenso mit in die Aktionen einbezogen. Ein attraktives Begleitprogramm, unter anderem sind am 4. und 5. September am Alten Turm das mittelalterliche Schauspiel „Lore Findelkind“ sowie regelmäßige Führungen zum Thema „exotische Bäume“ und „englische Landschaftsparks“ in Mettlach geplant, verleiht der Beteiligung Mettlachs einen besonderen Glanz.
Mettlach und Trier hoffen gemeinsam, noch mehr Touristen im Jahr 2004 begrüßen zu dürfen. „Mit der Beteiligung an der LGS können die Mettlacher auf die Landesgartenschau Trier und umgekehrt hinweisen“, sagt der Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer. Etwa potentielle 600.000 Interessenten, die den Keramik- und Porzellanstandort jedes Jahr besuchen, sollen auf das „Fest der Region“ neugierig gemacht werden. Trier zählte im vergangenen Jahr etwa vier Millionen Tagestouristen, die Besuchererwartung der Landesgartenschau liegt bei einer Millionen Menschen.
Die aktive Unterstützung Mettlachs besteht auch aus dem Ticketverkauf für die Landesgartenschau. Die Saarschleife-Touristik GmbH wird den Kartenvorverkauf in Mettlach organisieren. Viele Kurgäste, die sich im Saarland erholen, brauchen ihre Karten nicht erst an den Eingängen auf dem Petrisberg zu erwerben. Weiter werden Fahrten von der saarländischen Gemeinde zur Landesgartenschau organisiert, sonntags verkehrt sogar von der Rehaklinik Saarschleife in Orscholz aus ein Bus zur ältesten Stadt Deutschlands und wieder zurück. Die Verlinkung von Internetseiten ist bereits erfolgt, in Publikationen werden die Mettlacher und Trierer Schmuckstücke vorgestellt.
„Wir sind fest davon überzeugt, dass sowohl Mettlach als auch Trier von diesen Maßnahmen profitieren“, erklärt Schröer. Ein Mettlach-Tag auf der Landesgartenschau, dessen Termin in den nächsten Wochen bekannt gegeben wird, soll die Partnerschaft abrunden. „Hier werden unsere Kulturgruppen die Möglichkeit bekommen sich auf dem Petrisberg in Trier zu präsentieren“, freut sich Zimmer.
Die Villeroy & Boch AG, größter Arbeitgeber in Mettlach, wird ebenfalls in gemeinsame Marketing-Maßnahmen eingebunden. Wie Elke Fischer, die Leiterin des Bereiches Öffentlichkeitsarbeit betonte, sind verschiedene Aktionen geplant. „Die Besucher unserer Ausstellungen werden wir auf die Landesgartenschau in Trier aufmerksam machen, sie sind natürlich alle potentielle Gartenschau-Kunden“, sagte Fischer. Im Umkehrschluss sollen auf dem Gartenschaugelände auch Produkte aus dem Keramikbereich zu sehen sein, um die Verbindung ins Saartal herstellen zu können.
Die Besucher der Landesgartenschau haben zudem die Möglichkeit mit dem so genannten „Kulturbus“ nach Mettlach zu kommen. „Einmal pro Woche bieten wir eine Fahrt nach Mettlach an“, sagte Roman Schleimer, einer der beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH. „Verbunden mit einem Besuch unserer Aussenprojekte Roscheider Hof bei Konz und dem Hofgut Serrig, ergibt sich für die Gäste ein wunderbarer Ausflug ins Saartal, der in Mettlach enden soll“, verspricht Schleimer. Schleimer verwies zudem auf die guten Bahnverbindungen von Mettlach nach Trier. Potentielle Besucher aus Mettlach können zudem mit dem zuvor erworbenen Gartenschauticket ab der rheinland-pfälzischen Landesgrenze kostenlos bis Trier fahren. Damit, so Schleimer, reduziere sich der Fahrpreis auf ein Minimum.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen an
Wolfgang Rommel (rommel@lgs-trier-2004.de)