

Pressemitteilung 94/2003 | 15.11.2003
Garten Herzogenbusch auf der Landesgartenschau Trier wird lebendig: Spatenstich hat Baubeginn eingeläutet
Die Arbeit dauerte insgesamt nur etwa 30 Sekunden, aber sie verdeutlichte den Beginn eines neuen Abschnitts. Mit dem Spatenstich im Garten Herzogenbusch am Mittwoch auf dem zukünftigen Gelände der Landesgartenschau Trier 2004 wurde der Baubeginn des ersten von insgesamt sieben Partnerschaftsgärten eingeläutet. Extra für die Feierlichkeiten war eine Zwei-Mann Delegation aus ’s-Hertogenbosch angereist, um einerseits an dieser Feier teilzunehmen und anderseits die Freundschaft zwischen beiden Städten weiterhin intensiv zu pflegen. Der Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer betonte die gute Zusammenarbeit zwischen der Moselmetropole und der etwa 130.000 Einwohner zählenden Stadt ’s-Hertogenbosch, die im niederländischen Volksmund schlicht Den Bosch genannt wird. Abe Renema, Chef der städtischen Betriebe in ’s-Hertogenbosch, nahm die Stippvisite zum Anlass, sich über das größte rheinland-pfälzische Event anno 2004 zu informieren. Der Gast sagte, er werde nach wie vor versuchen, die Bürger aus seiner Heimat zu einem Besuch oder zu einer aktiven Beteiligung zu animieren.
Die Niederländer haben bereits gut fünf Monate vor der offiziellen LGS-Eröffnung am 22. April 2004 verschiedene Pläne geschmiedet. Die wahrscheinlich für Juni anstehende zweitägige Fahrradtour von ’s-Hertogenbosch nach Trier werde nach den Worten Renemas zurzeit gründlich geplant. Gastgeber Schröer kündigte für September 2004 ein Herzogenbusch-Wochenende auf dem LGS-Gelände an. Unter anderem sollen Folklore-Veranstaltungen die Kultur der Schwesterstadt vorstellen. Zurzeit werden auch Pläne für einen Schulaustausch geschmiedet. Schröer: „Damit der Garten Herzogenbusch mit Leben gefüllt wird.“
Auf einer Fläche von knapp 200 Quadratmetern wird sich ’s-Hertogenbosch während und nach der Landesgartenschau in der sogenannten Daueranlage präsentieren. Die Stadt, die am Rande von sandhaltigen Hügelketten und den Talauen des Flusses Maas liegt, wird von zwei einander kontrastierenden Landschaften charakterisiert: Auf den sandigen Böden im Süden der Stadt wachsen Birken- und Pinienwälder mit bodendeckendem Heidekraut. Der Norden der Stadt ist aufgrund seiner lehmhaltigen Böden von Sumpflandschaft, Riet und Weideflächen geprägt. Diese Gegebenheiten sollen im Garten veranschaulicht werden. Die Hälfte des Gartens wird abgegraben und in eine üppige grüne Staudenfläche verwandelt. Die andere Hälfte des Gartens wird mit dem anfallenden Aushub erhöht. Im flächigen Staudenbeet ragen Gruppen von Iris und Gräsern auf, auf dem angeschütteten Hügel wird ein kleiner Birkenhain mit Heidekrautvariationen angeordnet. Zwischen den beiden Bereichen bildet eine niedrige Gabionenmauer aus Schiefergestein eine Trennlinie. Die Mauer erinnert zum einen an Überreste der Stadtbefestigung von ’s-Hertogenbosch, zum anderen nimmt sie Bezug auf einen kürzlich eröffneten Naturpark in der Nähe der Stadt.
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