Pressemitteilung 83/2003 | 06.10.2003

"Tief beeindruckt“: Minister Bauckhage zeigt sich vom Gelände der Landesgartenschau Trier angetan

Knapp 200 Tage vor der Eröffnung am 22. April 2004, ist der rheinland-pfälzische Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Hans-Artur Bauckhage, vom Gelände der Landesgartenschau Trier „tief beeindruckt“. Dies sagte der FDP-Politiker am Montag nach einer Führung über das 44 Hektar große Areal auf dem Petrisberg. Die Konzeption des Events sei von besonderer Art, sie werde nach Ansicht Bauckhages einen spürbaren Schub für den Standort Trier bringen und enorme wirtschaftliche Impulse für die ganze Region auslösen. Für die Zeit nach der Gartenschau erklärte er: „Hier entsteht eine Wohnanlage, wie man sie sich nicht besser vorstellen kann. Die Natur ist hier sichtbar, gekünstelt wird hier nicht.“

Der Gast aus Mainz nahm bei herbstlichem Wetter besonders den Veranstaltungsbereich der Landesgartenschau unter die Lupe. So ließ er sich ausführlich vom Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer über das Angebot für Familien mit Kindern informieren. Im Mittelpunkt stand dabei der Kletterbereich mit fünf Türmen, der unter der Leitung des Bildhauers Florian Aigner für die jungen Besucher gebaut wird. Minister Bauckhage weihte die Anlage im Sattelpark offiziell ein, indem er eine Schraube festdrehte. Dieses Werk mache nach den Worten des Politikers die kunst- und handwerkliche Arbeit gleichermaßen erlebbar.

Bildhauer Florian Aigner sieht diese Objekte nicht als Spielplatz, sondern als „abstrakte begehbare Kunstwerke“. Bereits bei anderen Landes- und Bundesgartenschauen machte er mit seinen eindrucksvollen Glanzstücken auf sich aufmerksam. „Eine Schaukel haben die Kinder schon häufig gesehen“, erklärte der Münchner. „Auf dieser Anlage sollen die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen.“

Der höchste Turm in diesem kleinen Komplex erreicht eine Höhe von insgesamt 13,5 Metern, die höchste Standfläche ist 11 Meter vom Erdboden entfernt. Eine „Fahrt“ auf der langen Rutsche ist die Belohung für die Kinder, die bis oben geklettert sind. Befürchtungen, die Kinder könnten sich in seinen Kunstwerken ernsthaft weh tun, entkräftet Aigner sofort. „Durch die optische Gefahr passen Kinder besser auf. Auf den üblichen Spielplätzen verhalten sie sich nachlässiger und verletzen sich somit schneller.“ Mehr als 50 „begehbare Kunstobjekte“ hat Aigner entworfen und aufgebaut. Nennenswerte Unfälle: Keine. Aufgezeigte Mängel vom Technischen Überwachungsverein (TÜV): Fehlanzeige.

Die Klettertürme gehören zu den Daueranlagen auf dem Petrisberg und werden den (jungen) Bewohnern im zukünftigen Viertel nach der Landesgartenschau zur Verfügung stehen. Bauckhage zeigte sich von den Plänen begeistert, wonach auf dem ehemaligen Militärgelände zunächst eine Landesgartenschau und anschließend ein neues Wohnviertel entstehen wird. „Meine Erwartungen sind bislang übertroffen worden“, sagte er zum aktuellen Stand der Arbeiten. „In Trier wurde ein schlüssiges Konzept erarbeitet. Ich gehe davon aus, dass dieser Plan auch ein Erfolg wird.“

Bauckhage sprach von einer „lebendigen Region in Europa“, auch bedingt durch die Teilnahme Luxemburgs an der Landesgartenschau. „Das Großherzogtum nimmt mit dem Turm Luxemburg und dem Beitrag des luxemburgischen Gartenbauverbandes engagiert teil, vor allem im finanziellen Bereich. Diese Zusammenarbeit bewerte ich als sehr, sehr positiv“, so der Minister wörtlich. Oberbürgermeister Helmut Schröer berichtete von Exkursionen, die während der Landesgartenschau von Trier nach Luxemburg veranstaltet werden. Auch im Petruss-Tal leiste Luxemburg-Stadt mit seinen Ausstellungen einen wichtigen Beitrag. Darüber hinaus erwartet Schröer – wahrscheinlich für den September des kommenden Jahres – hohen Besuch aus dem Nachbarland. Dann soll Großherzog Henri der Landesgartenschau Trier einen Besuch abstatten. 


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