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Pressemitteilung 81/2003 | 02.10.2003

Entscheidung beim Weidenbau-Projekt:
„Windrose“ schmückt die Landesgartenschau Trier 2004

Matthias Schmauder, Geschäftsführer der Landesgartenschau Trier 2004 GmbH, war vor einigen Monaten noch skeptisch. Heute ist er von dem Weidenbau, der während des größten rheinland-pfälzischen Events im kommenden Jahr im Sattelpark zu bewundern sein wird, überzeugt. Denn jetzt steht fest, wie das Naturgebäude auf dem Petrisberg aussehen wird. Eine Jury, die unter anderem aus LGS-Mitarbeitern, Mitgliedern der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz sowie Deutschlands bekanntestem Weidenbau-Bauer, Marcel Kalberer, bestand, legte sich auf die „Windrose“ fest. Der Entwurf von Anna Maria Kutta und Eva Brausch (11. Klasse der Freien Waldorfschule Trier) hinterließ bei den Entscheidungsträgern den besten Eindruck. Schmauder ist sich sicher: „Der Weidenbau wird zu den Highlights der LGS gehören.“

Der Weidenbau hat in den vergangenen 15 Jahren in Deutschland eine große Anhängerschar gefunden. „Ob Jung oder Alt – der Weidenbau ist für alle Altersgruppen faszinierend“, sagte Kalberer bei der feierlichen Bekanntgabe in den Räumen der Industrie- und Handelskammer Trier. Der Ansatz in Trier sei vorbildlich, durch einen Schülerwettbewerb die Form zu bestimmen. „Das ist in dieser Hinsicht ein Novum“, sagte der Architekt aus dem Allgäu.

Nach den Worten Kalberers erfüllte der Vorschlage der jungen Gewinnerinnen am besten die Kriterien. Die „Windrose“, eine Ellipse mit den maximalen Maßen von 20 mal 15 Metern, sei nach allen vier Himmelsrichtungen geöffnet und damit eine optimale Begegnungsstätte. Die Besucher der Landesgartenschau können sich hier treffen und entspannen, Kinder haben die Möglichkeit, sich zwischen den Weiden auszutoben. Obwohl der Innenraum einem Labyrinth gleicht, sei der Weidenbau auch als Veranstaltungsort geeignet. Kleine Konzerte könnten an diesem Ort ohne Bedenken über die Bühne gehen. 

Der Weidenbau, der über die Landesgartenschau hinaus seine Bewunderer in den Bann ziehen wird, wird sein Zuhause im Sattelpark in unmittelbarer Nähe des Biotops haben. Nach Ende der Kulturgartenschau wird das „Luftschloss“ zu einem außerschulischen Lernort oder Jugendtreff, das von den Jugendlichen selbst gestaltet und genutzt wird, umfunktioniert. „Selbstverständlich muss die ‚Windrose’ ständig gepflegt werden“, sagt Kalberer, „sonst bleibt nur ein großer Baum übrig.“ Der Bau ist für Februar 2004 geplant, Kalberer rechnet mit zehn Tagen Arbeit, ehe die „Windrose“ steht. Für die Umsetzung des Konzepts werden nach den Worten des Architekten zwei große LKWs gebraucht, um die Weiden zum gewünschten Ort zu transportieren. Die Kosten liegen nach ersten Schätzungen bei 40 000 Euro netto. 

Michael Steinhäuser, Geschäftsführer der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz, betrachtete das lebende Kunstwerk als Zeichen der Natur- und Umwelterhaltung. „Es geht uns darum, die Lebensqualität zu sichern“, sagte er. Mit dem größten rheinland-pfälzischen Projekt dieser Art möchte die Stiftung, die im kommenden Jahr 25-jähriges Jubiläum feiert, ein Zeichen setzen. Ein Zeichen, das über Jahre hinweg Eindruck machen soll.

Wer sich am Bau sowie der Organisation beteiligen möchte oder durch Spenden bereit ist, das Bauprojekt zu unterstützen, wendet sich bitte an:
Landesgartenschau Trier 2004 GmbH
Frau Hergeth oder Herr Greve.

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