Pressemitteilung 45/2003 | 01.07.2003

Noch nie gesehen? Rasen auf dem Gelände der Landesgartenschau wurde mit dem Schlauch gesät

Rainer Leugner hatte am Dienstag auf dem zukünftigen Gelände der Landesgartenschau Trier 2004 alle Hände voll zu tun: Der Mitarbeiter einer Firma aus der Hamburger Region verteilte mit Hilfe eines Schlauchs und eines großen Tanks auf seinem LkW 20.000 Liter Flüssigkeit auf einer Fläche von 7000 Quadratmetern. Nassansaat oder Anspritzbergünung heißt nach den Worten Leugners diese Methode, durch die am Wasserband, rund um die LGS-Geschäftsstelle und am Gärtnermarkt im Wissenschaftspark in den nächsten Wochen ein saftiger Rasen aus dem Boden sprießen soll. Die Vorgehensweise ist einfach: Wasser, Saatgut, Dünger und organischer Haftkleber werden in einem Tank gefüllt und dann gleichmäßig ausgebracht.

Bauleiter Dirk Schmitz von der Firma Jüngling Garten- und Landschaftsbau aus Reifferscheid (Kreis Daun) erläutert: „Die Anspritzbegrünung hat viele Vorteile: Bodenerosion wird verhindert, die Flächen werden schneller grün, und eine Menge Zeit sparen wir dabei.“ Selbst wenn es in den nächsten Tagen viel und stark regnen wird, müssen sich die LGS-Verantwortlichen um die Grünflächen in spe keine Sorgen machen. „Durch den organischen Haftkleber bleibt die Saat meist an einer Stelle.“ Die Anspritzbegrünung hat für Otto Normalverbraucher allerdings wenig Sinn. „Diese Methode erfüllt nur bei großen Flächen ihren Zweck“, erläutert Schmitz. „Außerdem ist sie relativ teuer.“

Der Mann mit gelbem Anzug und Schlauch wird höchstwahrscheinlich in wenigen Wochen wieder am Petrisberg zu sehen sein. Nach den aktuellen Planungen geht Mitte August die Anspritzbegrünung auf dem ehemaligen Militär-Areal in die nächste Runde. Dann wohl vor allem im Wissenschaftspark und im Bereich Taberna.

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