Pressemitteilung 42/2003 | 26.06.2003

Volvo-Finnenbahn: Auch nach der Landesgartenschau Trier 2004 eine Bereicherung für die gesamte Region

Auf dem Petrisberg entsteht im wahrsten Sinne des Wortes ein echter Renner: Während des größten Events in Rheinland-Pfalz im kommenden Jahr können sportliche Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau Trier 2004 GmbH die Vorteile einer Finnenbahn erleben, der ersten übrigens in der Großregion Trier. Die „Volvo-Finnenbahn“, wie die gelenkschonende Laufstrecke offiziell heißen wird, hat während der LGS zwischen dem 22. April und dem 24. Oktober eine Länge von rund 800 Metern und wird beleuchtet sein. In den Jahren nach der Großveranstaltung soll die im Volksmund auch Finnbahn genannte Anlage zu einer Rundbahn ausgebaut werden. Dann soll sie den Bewohnern des neu entstehenden Wohngebiets auf dem Petrisberg sowie Joggern und Walkern aus der Region die Möglichkeit bieten, Körper und Geist auf Vordermann zu bringen.

Die Liste der Vorteile einer Finnenbahn ist lang: Der weiche Boden schont Füße und Rücken, denn die Schläge werden beim Auftreten spürbar gedämpft. Die leichte Unebenheit zwingt die Fußgelenke zum dauernden Arbeiten, ohne das jedoch eine erhöhte Stauchungsgefahr bestünde, wie es gelegentlich auf einem Waldboden vorkommt. Messungen haben gezeigt, dass auf der Tartanbahn oder dem Asphalt die Beine gewaltige Dämpfungsarbeit leisten müssen, was durch hohe Belastungen der Muskeln und Sehnen mit der Zeit zu Verletzungen wie Achillessehnen- und Knieproblemen führen kann. Zu diesem Ergebnis kommt der zukünftige Landschaftsarchitekt Florian Dahlke aus Hamburg, der sich im Rahmen seiner Diplom-Arbeit ausführlich mit dem Thema Finnenbahnen beschäftigt hat. 

Dahlke hat außerdem festgestellt, dass bei vielen Freizeitsportlern auf der Finnenbahn ein Gefühl der Naturverbundenheit aufkommt. „Während auf der Tartanbahn jeder über die Runden jagt, darf auf der Finnenbahn die Mutter mit ihren Kindern ein eher gemächliches Tempo anschlagen, ohne das sich jemand darüber ärgert oder seine Späße macht“, erläutert Dahlke. Daher wirkt das Trainieren in der fast natürlichen Umgebung entspannend - vergleichbar mit einem Waldlauf oder einer Kanufahrt. 

Ein weiteres Plus: Die Volvo-Finnenbahn lässt sich hervorragend in das Konzept der Landesgartenschau integrieren. Sie passt nicht nur optisch zu den Gärten und Anlagen, sondern sie zeichnet sich vor allem wegen der langen Haltbarkeit aus. 

Wie der Name verrät, stammt die Finnenbahn aus Finnland. In Nordeuropa auf Anhieb sehr beliebt, schätzt man ihre Vorzüge seit den 80-er Jahren auch in Mitteleuropa. Nun feiert die Region Trier in dieser Hinsicht eine Premiere. „Wenn man die Vorteile betrachtet, ist es ganz verwunderlich, dass es in der Region noch keine Finnenbahn gibt“, sagt LGS-Geschäftsführer Roman Schleimer. „Deswegen freut es uns umso mehr, diese Anlage während und nach der Landesgartenschau Joggern und Walkern anbieten zu können.“

Mit der großzügigen Unterstützung des Baumaschinen-Herstellers Volvo aus Konz-Könen und in Zusammenarbeit mit Laufexperten der Europäischen Akademie des rheinland-pfälzischen Sports aus Trier wird die Laufanlage nun realisiert. „Die Idee gibt es schon länger“, sagt Wolfgang Rommel, der bei der Landesgartenschau für das Sportangebot verantwortlich sein wird. „Wir sind froh, dieses Projekt auf dem LGS-Gelände realisieren zu können.“ Rommel ist bemüht, gemeinsam mit den Vereinen aus der Region, regelmäßige Lauftreffs während der Gartenschau auf die Beine stellen.

„Als größter Arbeitgeber der Region sehen wir uns mit der Region eng verbunden“, sagte Harald Kammer Marketing-Manager der Firma Volvo. Das Projekt, das auf dem Petrisberg realisiert werde, sei einerseits eine bautechnische Maßnahme, zu der die Volvo-Baumaschinen optimal geeignet seien. „Auf der anderen Seite wird durch diese Finnenbahn Kraft und Aktivität ausgedrückt, was auch auf unsere Baumaschinen zutrifft“, sagte Kammer. Der Volvo-Manager betonte, dass die Finnenbahn aus Skandinavien nach Deutschland gekommen sei, was auch den Ursprung seines Unternehmens widerspiegele. Auch nach der Kulturgartenschau wird die Volvo-Finnenbahn ein „gutes Pflaster“ für Jogger und Walker bleiben und der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.


=> zur Druckansicht