Pressemitteilung 34/2003 | 03.06.2003

Jung-Archäologen aus den Niederlanden und der Schweiz von den Funden auf dem Petrisberg beigeistert

Schon längst wussten die Archäologie-Studentinnen und -Studenten der Freien Universität in Amsterdam, dass Trier eine geschichtsträchtige Stadt ist. Am Dienstag konnten sie dies mit eigenen Augen begutachten. Fachkundig zeigte Dr. Hartwig Löhr vom Rheinischen Landesmuseum der 20-köpfigen Gruppe, wo die neuesten Funde im nordkeltischen Raum ausgegraben wurden – auf dem Petrisberg. Während einer zweistündigen Tour vom „Franzensknüppchen“ über das Terrain des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers STALAG XII hin zum künftigen Gelände der Landesgartenschau Trier 2004 tauchten die Studiosi in die Römerzeit ein. Ein Kommunikationsproblem bei den Erklärungen gab es dabei nicht, da Löhr fehlerfrei in niederländischer Sprache Rede und Antwort stand.

Die zukünftigen Archäologen aus der niederländischen Hauptstadt sind mit ihren Dozenten regelmäßig an der Mosel zu Gast. „Jedes zweite Jahr besuchen wir die Stadt Trier“, sagte Archäologie-Professor Nico Roymans. „In den nächsten Tagen setzen wir unsere Reise fort und werden uns Luxemburg und die belgischen Ardennen anschauen.“ Die älteste Stadt Deutschlands sei für ihn immer wieder faszinierend. „Vor allem die neuesten Funde auf dem Petrisberg, die Reste eines römischen Militärlagers, sind sehr spektakulär“, erläuterte Roymans. „Es geht ja nicht darum, wie viel hier ausgegraben wird, sondern ob wir mit den neuesten Funden unsere Geschichte Stück für Stück weiter aufdecken können.“

Nachdem die Niederländer zum Abschluss des Seminars unter freiem Himmel vom Aussichtspunkt in der Sickingenstraße aus die Trierer Innenstadt fotografierten, wartete auf Hartwig Löhr die nächste Aufgabe. Denn wenig später waren die zukünftigen Archäologen von der Universität in Bern in der Schweiz an der Reihe.



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