

Pressemitteilung 33/2003 | 03.06.2003
Universität und LGS warten auf Signal aus Mainz: Viele kreative Ideen für
die Landesgartenschau 2004
Die älteste Stadt Deutschlands hatte noch nicht einmal den Zuschlag für
die Ausrichtung der zweiten rheinland-pfälzischen Landesgartenschau 2004
bekommen, da hatte die Universität Trier für das Event bereits eine Menge
Vorarbeit geleistet. Schon 1998, also drei Jahre vor der Vergabe, organisierten
die Verantwortlichen der Uni Workshops, sie schlugen anregende und lehrreiche
Projekte vor und versprachen, bei einer Realisierung der LGS in Trier ein zuverlässiger
Partner zu sein. Fünf Jahre später, knapp elf Monate vor dem Start der Eröffnung
der Kulturgartenschau auf dem Petrisberg, stehen die Uni-Verantwortlichen zu
ihrem Wort und wollen ihre Entwürfe in die Tat umsetzen. „Für alle
umfangreichen Projekt-Ideen haben wir gemeinsam mit der Geschäftsführung der
LGS beim Wirtschaftsministerium des Landes insgesamt über 350 000 Euro an Fördergeldern
beantragt“, sagt Uni-Präsident Peter Schwenkmezger. „Jetzt warten wir auf
ein positives Signal aus Mainz, damit wir rasch an die Umsetzung gehen können.“
Schwenkmezger ist davon überzeugt, dass bei einem Okay aus Mainz die letzte
hohe Hürde genommen wäre. „Die Zusammenarbeit zwischen der Universität
Trier und der Landesgartenschaugesellschaft verläuft bislang ausgezeichnet, so
kann es gerne weitergehen“, sagt er. Der Präsident kann noch nicht genau
sagen, bei wie vielen Projekten während und vor der Landesgartenschau die Uni
aktiv wird, denn für einige Ideen ist noch Spielraum vorhanden. Aber eines
steht jetzt schon fest: Die Beteiligung der Trierer Universität würde der
Landesgartenschau einen Kick nach vorne geben und helfen, das ambitionierte
Projekt der „Kulturgartenschau“ in die Tat umzusetzen.
Die kreativen Köpfe der Universität haben einen Plan konstruiert, der sich auf
sechs Pfeiler, sogenannte Cluster, stützt. Dazu gehören Projekte, die während
aller 185 LGS-Tage auf dem Petrisberg zu bewundern sind, aber auch einige, die
nur für wenige Tage zu bestaunen sein werden. Ein langfristiger Beitrag ist
beispielsweise die begehbare geologische Karte von Rheinland-Pfalz auf einer Fläche
von 30 mal 30 Metern – direkt am Fuß des Turm Luxemburg. Über die gesamte
Dauer sollen auch einige Gärten (beispielsweise der römische) auf der LGS
sowie Anlagen auf dem Uni-Campus vom Fach Philologie betreut werden. Die
Geographen und Geowissenschaftler haben ihre Unterstützung bei den Projekten
„Grünes Klassenzimmer“ sowie „Grünes Studienzimmer“ zugesichert. Dort
werden Schülerinnen und Schüler sowie Studentinnen und Studenten
Unterrichtstunden beziehungsweise Seminare, Forschungspraktika und
Projektstudien erleben. Im Mittelpunkt stehen dann stets die vier Elemente Luft,
Wasser, Feuer und Erde.
Neben der Herausgabe von Info-Broschüren und Bild-Bänden befasst sich die
Universität auch mit insgesamt elf kleineren Ausstellungen. „Ein echtes
Highlight wird der „virtuelle Petrisberg“ sein. Da werden wir mit der
Unterstützung von vielen Fächern den Besuchern das Gelände von der Römerzeit
bis zum Jahr 2050 präsentieren“, verspricht Frau Dr. Elisabeth Tressel,
Dozentin im Fachbereich Geographie/Geowissenschaften. Darüber hinaus ist das
Fachgebiet Physische Geographie vom 15. bis zum 17. Juni 2004 Gastgeber eines
bundesweiten Workshops zum Thema Regenwasser.
LGS-Geschäftsführer Roman Schleimer erwartet eine fruchtbare Zusammenarbeit
mit der Universität Trier auf dem Petrisberg und blickt optimistisch in die
Zukunft. „Das Konzept ist gut durchdacht. Ich hoffe, dass wir die Pläne auch
in die Praxis umsetzen können.“ Allerdings können sich beide Seiten erst
richtig freuen, wenn Mainz endgültig Grünes Licht gibt.
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