Pressemitteilung 26/2003 | 13.05.2003

Überall lauern Gefahren: Das künftige Gelände der Landesgartenschau muss durch Zaun geschützt werden

Viele Spaziergänger nutzen in diesen Tagen das Frühlingswetter zu einem kleinen Ausflug. Doch Wanderer, die sich als Ziel den Trierer Petrisberg aussuchen um vielleicht auch das Gelände der Landesgartenschau zu erkunden, werden künftig an vielen Stellen enttäuscht umkehren müssen. Denn Verbotschilder untersagen und Zäune werden den Zugang auf das künftige Gelände der Landesgartenschau verwehren. Den Spaziergängern wird nichts anderes übrig bleiben, als den Rückweg anzutreten. Manche werden dies mit einem Schulterzucken tun, andere werden empört sein und sich beschweren.

Warum wird das Areal bereits ein Jahr vor dem Beginn der Kulturgartenschau zugemacht?, werden sich viele fragen. „Der Zaun dient sowohl dem Schutz des Personals als auch dem der Neugierigen“, begründet Klaus Scherer, der technische Ausstellungsleiter der LGS und erklärt: „Auf der großflächigen Baustelle lauern viele Gefahren, die nicht zu erkennen sind. So ist beispielsweise das Sturzrisiko momentan immens hoch. Hinzu kommt auch, dass auf dem Gelände jede Menge Material zwischengelagert ist.“ Aus diesen Gründen sei die Landesgartenschau GmbH sogar verpflichtet, das Terrain zu schließen. Denn wenn sich ein Unfall ereigne, so Scherer, müsse die LGS mit einer Anzeige wegen grober Fahrlässigkeit rechnen.

Außerdem werden durch den Zaun fertiggestellte Anlagenteile oder Gebäude vor Vandalismus geschützt. „An der Skaterhalle haben einige ihrer Zerstörungswut freien Lauf gelassen“, erläutert LGS-Geschäftsführer Matthias Schmauder. „Vandalen machen sich einen Sport daraus, die Scheiben der Baumaschinen einzuwerfen oder Bauzäune umzureißen.“ Schmauder hat errechnet, dass sich die Schäden durch Vandalismus in den vergangenen vier Wochen auf mehr als 10.000. Euro belaufen. 

Eine Bewachung ist zwar vorhanden, doch eine hundertprozentige Kontrolle ist auf einer Fläche von 44 Hektar nicht möglich. „Wir bedauern die derzeitige Lage, denn wir wissen, dass besonders Landwirte und Spaziergänger von ihren üblichen Routen abweichen müssen“, sagt Schmauder. Eine großräumige Umfahrung für die Landwirte wird aber eingerichtet. 

Spaziergänger müssen in Zukunft zunächst auch auf ihre Route durch den Wald verzichten. In vier bis sechs Wochen beginnen hier die Bauarbeiten für die Entwicklung des Erholungswaldes. Konkret heißt dies: Instandsetzung der Wege, Neubau von Spazierwegen und das Schaffen eines großen Spielgeländes. Rund vier Kilometer Zaun wird das Gelände der Landesgartenschau umfassen.

Trotz des schon bald abgesperrten Geländes können sich Interessierte auf dem Petrisberg stets über den aktuellsten Stand der Dinge informieren. „An jedem letzten Sonntag des Monats kann Jedermann kostenlos mit der Rundfahrt-Bahn ‚Römer Express’ das Gelände der Landesgartenschau unter die Lupe nehmen“, erklärt Schmauder und fügt hinzu: „Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird das Areal der Öffentlichkeit langfristig zur Verfügung gestellt. Dann ist der Petrisberg viel schöner als bisher.“ Dann kann das gesamte Waldgebiet über der Stadt auch wieder zu ausgiebigen Spaziergängen genutzt werden. Schmauder weist daraufhin, dass die fußläufige Verbindung zwischen der Sickingenstraße und dem Kreuzweg auch während der bald beginnenden Bauarbeiten begehbar bleiben wird.



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