Pressemitteilung 25/2003 | 08.05.2003

Scharfes Sprenggeschoss auf dem Gelände der Landesgartenschau in Trier gefunden

Bei Bauarbeiten auf dem Gelände der Landesgartenschau 2004 Trier ist heute Nachmittag ein scharfes Sprenggeschoss gefunden worden. Nach den Worten von Feuerwerker Wilhelm Schmit von einer privaten Munitionsbergungsgesellschaft aus dem Saarland handelt es sich um ein 105 Millimeter Doppelzündergeschoss. Glück hatte ein Bauarbeiter, der das etwa vier Kilo schwere Projektil in der Schaufel seines Baggers entdeckte. Beim Ausheben fiel die Munition wieder in den Graben, in dem sie jedoch nicht explodierte. Die Bauarbeiten wurden daraufhin sofort unterbrochen, das Gelände abgeriegelt. Noch am Nachmittag entschärfte der Kampfmittelräumungsdienst Rheinland-Pfalz das Geschoss, das weiter untersucht wird.

Das Projektil muss knapp 60 Jahre im Boden des alten und neuen Sportplatzes auf dem Petrisberg gelegen haben. „Im Herbst 1944 wurden die Kasernen angegriffen und dem Erdboden gleichgemacht“, erläuterte Schmit. Bei den Attacken der Alliierten sei die Bereitschaftsmunition durch die Luft geschleudert worden. Der Experte schloss jedoch nicht aus, dass sie dort auch detoniert sein kann. 

Das etwa 80 Zentimeter große Geschoss kam ans Tageslicht, als der Baggerfahrer einen Graben für ein Drosselklappenbauwerk in einer Retentionsmulde aushob. Vor dem Beginn der Bauarbeiten für das größte rheinland-pfälzische Event im kommenden Jahr hatten Feuerwerker das Gelände überprüft. Der entsprechende Bereich im Sattelpark war allerdings nicht unter die Lupe genommen worden, da hier ursprünglich keine Grabungsarbeiten vorgesehen waren.


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