

Pressemitteilung 42/2002 | 03.12.2002
Wichtiger Schritt: Oberbürgermeister Helmut Schröer pflanzt ersten Baum
für Landesgartenschau 2004
Esskastanie, lateinisch castanea sativa, im heimischen Sprachgebrauch auch als
Marone bekannt, so heißt der erste Baum, den der Trierer Oberbürgermeister
Helmut Schröer heute für die zweite rheinland-pfälzische Landesgartenschau
gepflanzt hat. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Trierer
Landesgartenschaugesellschaft gab damit den Startschuß für die Bepflanzung des
Maronenhains, für den in den nächsten Wochen in unmittelbarer Nähe der
LGS-Geschäftsstelle rund 40 Exemplare dieses Großbaumes angepflanzt werden.
"Wie es sich für eine rheinland-pfälzische Landesgartenschau gehört, ist
der Baum im Lande aufgezogen worden", sagte Schröer, ehe er eigenhändig
zur Tat schritt und mithalf den Baum, der bereits jetzt einen stattlichen Umfang
von rund 45 Zentimeter aufweist, in die Erde zu bringen. Tatkräftig unterstützt
wurde Schröer vom Trierer Baudezernenten Peter Dietze und vom leitenden
Stadtdirektor der Stadt Luxemburg, Jean van den Bulcke.
Als weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Landesgartenschau, bezeichnete
Schröer die Pflanzung der ersten sechs Bäume. Denn neben einem Baum für die
Stadt Trier wurde auch jeweils ein Baum für die Landkreise Trier-Saarburg,
Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm und Daun sowie für Luxemburg gepflanzt. Der
Trierer Oberbürgermeister verwies zu diesem Anlass erneut auf die überregionale
Bedeutung der Schau. "Wir haben bewusst die vier Landkreise des ehemaligen
Regierungsbezirks Trier und Luxemburg von Beginn an in die Planungen
miteinbezogen", sagte Schröer der zudem eine weitere gemeinsame Aktion der
LGS-Partner bekannt machte. Für jedes Kind, das am 22. April 2004, dem Eröffnungstag
der Landesgartenschau in einem der vier Landkreise, in der Stadt Trier oder in
Luxemburg geboren werde, werde später auf dem Gelände der Landesgartenschau
ein Baum gepflanzt. Schröer zeigte sich hoch erfreut darüber, dass alle
Partner sich mit der Idee einverstanden zeigten.
"Die Esskastanie gehöre zur Gruppe der Buchengewächse und gelte als einer
der schönsten und stattlichsten Laubbäume für Park-Landschaften, sagte
LGS-Geschäftsführer Matthias Schmauder. Der Baum, der jetzt etwa 15 Jahre alt
und bereits rund acht Meter hoch sei, könne bis zu 35 Meter hoch werden. Bis
zur Eröffnung der Landesgartenschau im April 2004 sollen nach den Worten
Schmauders rund 250 Bäume auf dem Gelände gepflanzt werden. Schmauder erläuterte
die Gründe für den Termin der Baumpflanzaktion kurz vor dem Weihnachtsfest. Je
früher die Bäume gepflanzt würden, desto prächtiger sei das Erscheinungsbild
der Maronen zur Landesgartenschau. Ein Ortswechsel, bedeute für den Baum einen
schweren Eingriff, betonte der Landschaftsarchitekt. Werde der Baum im Herbst
verpflanzt, könne er diesen Eingriff am besten überstehen. Denn in der Zeit
der Vegetationsruhe habe der Baum die Gelegenheit neue Faserwurzeln zu bilden,
die für die Feuchtigkeits- und Nährstoffaufnahme von entscheidender Bedeutung
seien.
Neben der Bepflanzung des Maronenhains wird derzeit auf Hochtouren an dem vor
der LGS-Geschäftsstelle angesiedelten Rosenvergleich gearbeitet. Nachdem man für
die rund 4000 Rosen, nach den spektakulären Funden der Archäologen,
notgedrungen einen neuen Platz haben finden müssen, seien die Arbeiten, trotz
des schlechten Wetters enorm zügig vorangegangen, sagte Schmauder. Derzeit
werde eine rund 200 Meter lange Hainbuchenhecke als Abschluss des
Rosenvergleiches gepflanzt.
Schmauder zeigte sich erfreut darüber, dass die LGS bei den Bauarbeiten bisher
voll im Zeitplan liege. Der Geschäftsführer bedankte sich bei den beteiligten
Firmen, die mit großem Arbeitseinsatz dafür gesorgt hätten, dass alle
baulichen Ziele für das Jahr 2002 erreicht worden seien. Insbesondere im August
und September seien die Erdarbeiten sehr zügig vorangegangen. Seit Anfang
August sind nach den Worten Schmauders auf dem künftigen Gartenschaugelände
rund 100.000 Kubikmeter Erde bewegt worden.
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