Pressemitteilung 32/2002 | 25.09.2002

Schulterschluss: Landesgartenschau und Universität Trier vereinbaren umfangreiche Zusammenarbeit

Die zweite rheinland-pfälzische Landesgartenschau, die im Jahr 2004 auf dem Trierer Petrisberg stattfindet und die Universität Trier werden ab sofort eng zusammenarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung haben LGS-Geschäftsführer Roman Schleimer und Prof. Dr. Peter Schwenkmezger, der Präsident der Universität, getroffen.

Nicht nur weil die Landesgartenschau in unmittelbarer Nachbarschaft der Universität beheimatet ist, sei eine Beteilung an diesem Großereignis für die Hochschule von enormer Bedeutung, sagte Schwenkmezger zum Abschluß eines Treffens mit Mitarbeitern von Universität und Landesgartenschau. „Natürlich wollen wir uns dem Publikum auch als leistungsstarker Wissenschaftspartner und moderne Hochschule präsentieren“, unterstrich der Präsident. Zudem ist der Wissenschaftspark, der ja in den kommenden Jahren auf dem Petrisberg ausgebaut und erweitert werde, nach den Worten von Schwenkmezger sehr, sehr eng mit der Universität verbunden.

Die Landesgartenschau GmbH schätzt sich, so Schleimer, ihrerseits „glücklich, einen nicht nur auf dem Feld der Wissenschaften kompetenten Partner gefunden zu haben.“ „Wir werden zahlreiche Projekte gemeinsam konzipieren und so eine enge Verbindung zwischen der Landesgartenschau und den unterschiedlichen Fachbereichen der Universität dokumentieren“, betonte Schleimer.

Einer der Schwerpunkte der Zusammenarbeit wird ein geplanter Geo-Lehrpfad sein, der auch über das Gelände der Landesgartenschau führen wird. Unter Federführung des Fachbereiches Physische Geographie wird ein Themenpfad zu den Bereichen Geologie, Trinkwasser und Wasserwirtschaft, Vegetation, Klima und Landschaftsgeschichte gestaltet.

Das umweltpädagogische Konzept diene unter anderem zur Wahrnehmung der Umwelt mit allen Sinnen, erläuterte Projektleiterin Dr. Elisabeth Tressel.

Die Georoute solle sowohl als außerschulischer Lernstandort zur Ergänzung und Bereicherung des Schulunterichtes, aber auch als Umwelt-Lernort für die breite Öffentlichkeit dienen. Nach den Worten von Tressel soll der Lehrpfad auch einen Beitrag zu den Zielen der Lokalen Agenda 21 „Zukunftsfähiges Trier“ darstellen. Das Thema Trinkwasser wird im Rahmen der Georoute speziell von den Trierer Stadtwerken bearbeitet. „Wir hatten den Wasserweg zu diesem Thema ursprünglich an einem anderen Ort angesiedelt, er wird aber durch den Bezug zur Landesgartenschau aufgewertet“, beschreibt Stadtwerke-Sprecher Andreas Wagner die Intention seines Unternehmens, das Thema Trinkwasser einem breiten Publikum näher zu bringen.

Zudem wird sich die Universität auf dem Landesgartenschaugelände mit zahlreichen Projekten präsentieren. Die Mitglieder einer universitätsinternen Arbeitsgruppe hatten der Landesgartenschaugesellschaft ein umfangreiches Ideenpaket geliefert, dessen Umsetzung am Mittwoch verabschiedet wurden. So sind mehrere Ausstellungen auf dem LGS-Gelände vorgesehen, zudem sollen sich die Besucher an einem festen Platz über das Studienangebot der Universität informieren können. Dazu wird die Landesgartenschau GmbH der Hochschule die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. „Wir streben zudem eine räumliche Verbindung des Campus mit dem LGS-Gelände an“, erklärte Schwenkmezger, der einige Referenzprojekte auf dem Universitätsgelände verankert wissen möchte.

Zudem werden die Gartenschaugesellschaft und die Hochschule mehrere Publikationen vorbereiten, die Bezug zu beiden Einrichtungen haben werden. So ist eine Dokumentation der Geschichte des Petrisbergs ebenso geplant, wie eine geobotanische Bestandsaufnahme. Eine Broschüre zum Klima in der Stadt Trier und in der Region soll bis zum Jahr 2004 vom Fach Klimatologie erstellt werden.


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