

Pressemitteilung 19/2002 | 03.07.2002
Landesgartenschau: Archäologen legen erste Funde frei
Archäologen des Rheinischen Landesmuseums haben auf dem zukünftigen Gelände der 2. rheinland-pfälzischen Landesgartenschau in Trier mit Sondierungsarbeiten begonnen. Bereits am ersten Grabungstag auf dem Petrisberg wurden die Experten fündig. In einem Abhang unterhalb der Sickingenstraße entdeckten Grabungsleiter Hartwig Löhr und seine Mitarbeiter Reste von Schanzanlagen, die vermutlich aus den französischen Revolutionskriegen Ende des 18. Jahrhunderts stammen. Der Petrisberg spielte, nach Auskunft von Löhr, in diesen Kriegen eine strategisch wichtige Rolle beim Angriff auf Trier.
„Ehe im August die Bauarbeiten starten, wollen wir sicherstellen, dass archäologische Funde weder verloren gehen, noch zerstört werden“, sagte Grabungsleiter Hartwig Löhr vom Trierer Landesmuseum. Die Wissenschaftler vermuten auf dem Petrisberg Spuren militärischer Anlagen, die aus früheströmischer Zeit stammen. Bei den Bauarbeiten zur Kasernenanlage in der zweiten Hälfte der 30er Jahre seien Funde aufgetaucht, die auf einen Zusammenhang mit militärischen Anlagen schließen lassen, erläuterte Löhr. Möglicherweise seien diese Fundstücke sogar älter, als alles was bisher in der Stadt gefunden worden sei, glaubt Löhr.
Indes haben die Macher der Landesgartenschau keine Angst, dass archäologische Funde den Ablauf der Bauarbeiten verzögern könnten. „Sollten unerwartete Funde auftauchen, werden wir mit unseren Planungen darauf reagieren und diese in die Ausstellung integrieren“, erläutert Oberbauleiter Klaus Scherer. Nach den Worten Scherers arbeiten Archäologen und das Gartenschauteam sehr kooperativ zusammen. Die Grabungen finden nach einem detaillierten Ablaufplan statt. Löhr rechnet unterdessen damit, dass die Grabungsteams bis zum Frühjahr kommenden Jahres benötigen werden, ehe das gesamte Areal auf Altertumsreste hin untersucht sein wird.
Von den archäologischen Voruntersuchungen profitiert im übrigen bereits die heimische Wirtschaft. „Wir freuen uns, dass wir die landschaftsgärtnerischen Arbeiten, die in diesem Zusammenhang anfallen, an die ARGE Schneider/Köhler aus Trier vergeben konnten, sagte LGS-Geschäftsführer Matthias Schmauder. Damit sei bereits der erste Auftrag zur baulichen Umsetzung der Landesgartenschau an ein Unternehmen der Region gegangen.des Fördervereins ist es unter anderem, die Landesgartenschau zu unterstützen und die gesellschaftlichen Kräfte zu motivieren und zu bündeln. Dabei geht es auch um die Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Vorbereitung und Abwicklung von Veranstaltungen, die für die Landesgartenschau 2004 werben.
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