

Pressemitteilung 11/2002 | 16.05.2002
Landesgartenschau Trier 2004 wird zum europäischen
Ereignis
Jetzt steht es definitiv fest: Mit der Beteiligung des Großherzogtums
Luxemburg wird die 2. rheinland-pfälzische Landesgartenschau im
Jahr 2004 in Trier zu einem europäischen Ereignis. „Wir sind
zum Entschluss gekommen, das Thema aufzugreifen und uns mit
mehreren Projekten an der Landesgartenschau zu beteiligen“,
sagte Bürgermeister Paul Helminger zum Abschluß eines Treffens
mit Triers Oberbürgermeister Helmut Schröer und Baudezernent
Peter Dietze in Luxemburg. „Unser Mitwirken bei diesem Großereignis
wird die gute Partnerschaft zwischen Luxemburg und Trier weiter
stärken und fördern“, zeigte sich Helminger überzeugt,
nachdem er der Trierer Delegation ein umfangreiches Maßnahmenpaket
präsentiert hatte.
Eines der Vorzeigeprojekte soll der im Entwurf der
Architektengemeinschaft Ernst/Schwarz vorgesehene „Turm
Luxemburg“ werden. Den begehbaren Aussichtsturm wird Luxemburg
auf eigene Kosten im sogenannten Sattelpark errichten. Von
diesem Turm aus, der auf einer kleinen Anhöhe entstehen wird,
haben die Besucher einen Blick in Richtung Luxemburg. Im Umfeld
des Turmes, der auch nach der Landesgartenschau stehen bleiben
wird, wird sich das Großherzogtum mit einem Informationspunkt
präsentieren. In Luxemburg wird dazu eigens ein Wettbewerb für
Architekten und Künstler ausgeschrieben. „Damit wollen wir
auf dem Gelände der Landesgartenschau unseren eigenen
Gestaltungsbeitrag liefern“, sagte Helminger.
Aber auch in der Stadt Luxemburg sollen im Jahr 2004 Projekte zu
sehen sein, die in direktem Zusammenhang mit der
Landesgartenschau Trier stehen. Das Petrußtal in unmittelbarer
Nähe der Luxemburger Altstadt wird renaturiert und als eines
von mehreren externen Projekten der Landesgartenschau präsentiert
werden. Dazu gehören auch die mittelalterlichen Klostergärten
an den mächtigen Festungsmauern, die als Terassengärten wieder
neu belebt werden. „Für uns eine ideale Möglichkeit, die
alten Festungsmauern wieder stärker ins Stadtbild mit
einzubeziehen“, glaubt das Luxemburger Stadtoberhaupt. Auch
der Ende des 19. Jahrhunderts vom französischen Architekten
Eduard André konzipierte Stadtpark soll mit einbezogen werden,
dort ist nach den Worten Helmingers auch eine
Skulpturenausstellung denkbar.
Nach den Vorstellungen auf Luxemburger Seite sollen alle
Projekte in der Hauptstadt des Großherzogtums in einem Rundweg
verbunden werden. „Diese Projekte wollen wir natürlich während
der Landesgartenschau auf dem Trierer Petrisberg bewerben“,
sagte der Schöffe der Stadt Jean-Paul Rippinger, der ebenfalls
an dem Treffen teilnahm. Rippinger hält auch Exkursionen vom
LGS-Gelände nach Luxemburg-Stadt für möglich. Mit diesen
attraktiven Projekten lässt sich nach Ansicht Rippingers eine
Vernetzung zwischen beiden Städten herstellen.
Schröer und Helminger beschlossen zudem, Ende Juni eine
Arbeitsgruppe mit Vertretern Luxemburgs, den Geschäftsführern
Roman Schleimer und Matthias Schmauder von der Landesgartenschau
GmbH sowie der Architektengemeinschaft Helmut Ernst/ Michael
Schwarz zu gründen. In diesem Gremium sollen die Planungen dann
konkretisiert und später umgesetzt werden. Ebenfalls
beschlossene Sache ist die Zusammenarbeit der Landesgartenschau
mit dem Naturhistorischen Museum in Luxemburg.
„Ich halte dieses Projekt für einen bedeutenden Schritt auf
dem Weg zu einer immer intensiveren Zusammenarbeit zwischen den
Städten Luxemburg und Trier“, freut sich der Trierer Oberbürgermeister
über die neue Perspektive. Die Landesgartenschau wird nach
Ansicht Schröers viele Menschen aus unserem Nachbarland in die
älteste Stadt Deutschlands locken, umgekehrt aber auch ins
Nachbarland ausstrahlen. „Mit Hilfe solcher grenzübergreifenden
Projekte können wir uns als attraktive Großregion im Herzen
Europas positionieren“, freut sich Schröer auf die jetzt
beschlossene Zusammenarbeit. Auch das Team der Landesgartenschau
freut sich schon jetzt auf die gemeinsamen Projekte mit
Luxemburg die, so Pressesprecher Wolfgang Rommel „das Großereignis
des Jahres 2004 in der Region weiter aufwerten“.
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