Pressemitteilung 09/2002 | 19.04.2002

Zwei Jahre bis zur Landesgartenschau: Der Countdown läuft

Die Uhr ist nicht mehr aufzuhalten, der Countdown läuft. Auf den Tag genau in zwei Jahren (22.04.2004) findet auf dem Trierer Petrisberg die Eröffnungsveranstaltung der zweiten rheinland-pfälzische Landesgartenschau statt. „Es liegen mit Sicherheit zwei arbeitsreiche, aber spannende Jahre vor uns“, glauben die LGS-Geschäftsführer Matthias Schmauder und Roman Schleimer die mit ihrem Team alles daransetzen wollen, die Schau zu einem unvergesslichen Ereignis für die ganze Region werden zu lassen.

Während Schmauder, der seit Jahresbeginn im Amt ist, bereits mitten in den Planungen für die Baumaßnahmen steckt, ist Schleimer derzeit dabei, Ziele und Möglichkeiten des Großereignisses auszuloten. Der ehemalige Leiter des Trierer Kulturbüros, der jetzt genau 22 Tage im Amt ist, hegt große Pläne, vor allem was den Veranstaltungsbereich betrifft. „Wir wollen die gesamte Region Trier, Luxemburg sowie das Land Rheinland-Pfalz in die Planungen einbinden“. Schleimer schwebt ein Großereignis vor, bei dem zahlreiche Veranstaltungen in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport in den Rahmen der Gartenschau eingebettet werden sollen. Dazu finden derzeit viele Gespräche statt, in denen es laut Schleimer gilt, die Kräfte zu bündeln, wenn etwas Besonderes geschaffen werden soll. Um die mannigfaltigen Interessen der Menschen in der Region berücksichtigen zu können, soll in Kürze ein Förderverein Landesgartenschau gegründet werden.

Mitte Mai wird auf dem ehemaligen französischen Militärgelände mit den Abrissarbeiten begonnen, am 2. August soll der erste Spatenstich für die Baumaßnahmen gesetzt werden. Bereits vorher werden Archäologen des Rheinischen Landesmuseums auf dem Gelände „graben“. Voruntersuchungen hätten ergeben, so Schmauder, dass in jedem Fall mit archäologischen Funden zu rechnen ist. Derzeit würde der Wettbewerbsentwurf des Büro Ernst in wöchentlichen Planungssitzungen fortgeführt und verfeinert, berichtet Schmauder. Mitte Mai sollen die ersten Ausschreibungen erfolgen. Die Bauarbeiten werden im sogenannten Sattelpark, rund um die beiden Sportplätze, in unmittelbarer Nähe des Geozentrum der Universität beginnen. Derzeit gebe es Bestrebungen, das Gelände rund um den Sattelpark, auch über die Landesgartenschau hinaus, als eingefriedeten Freizeitpark zu belassen.

Die aktuellsten Planungen sehen in diesem Bereich zahlreiche Sportanlagen, eine Skater-Anlage, einen Wasser- und einen Abenteuerspielplatz für den Nachwuchs sowie einen größeren Veranstaltungsbereich vor. Ein Kunstrasenplatz soll nach der Landesgartenschau den Sportvereinen der Stadt zur Verfügung stehen.

Zudem schwebt den Gartenschaumachern vor, eine Biergartenatmosphäre zu schaffen, wie sie einst in der Löwenbrauerei, unterhalb des Petrisberges herrschte. Daher wird im Sattelpark, neben einem Vereinsheim, dass später von den Sportlern genutzt wird, auch ein großer Biergarten entstehen. Weiterer Attraktion soll eine Sommerrodelbahn werden, die vom Gartenschaugelände ins Brettenbachtal führen könnte. „Die Planungen laufen“, so Schmauder, „rein technisch ist eine solche Rodelbahn in jedem Fall zu verwirklichen“.

„Das wäre eine riesige Attraktion für unsere Stadt“, glaubt Roman Schleimer, der die Planungen für ein solchen Projekt forciert hatte.

Ab Juni will das Gartenschauteam zudem regelmäßig Baustellenführungen anbieten. „Wir wollen die Bevölkerung auf dem Laufenden halten und allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich vor Ort über die Baumaßnahmen zu informieren.

Nach Auskunft von LGS-Pressesprecher Wolfgang Rommel besteht derzeit eine riesige Nachfrage nach dem laufenden Logowettbewerb. Noch bis Ende Mai haben die Designer im Lande die Chance, ein markantes Zeichen für die Landesgartenschau zu entwerfen. Bisher seien mehr als 500 Ausschreibungen ausgegeben worden, eine Zahl die für das große Interesse an dem Wettbewerb spreche. Ende Mai wird das Preisgericht tagen, die besten Entwürfe werden in den ersten beiden Juniwochen im Rathaus ausgestellt.

Weiterer Arbeitsschwerpunkt des Gartenschauteams ist die Auswertung des europaweit ausgeschriebenen Marketingwettbewerbs. Nach Sichtung aller Einsendungen sollen fünf Agenturen eingeladen werden, ein umfassendes Marketingkonzept zu präsentieren. „Diese Präsentationen werden“, so Rommel, „bis Mitte Mai abgeschlossen sein.“ „Dann werden wir wissen, mit welchem Konzept wir an die Vermarktung der Landesgartenschau herangehen können“, erläutert Rommel.


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