

Pressemitteilung 03/2002 | 02.03.2002
Trierer Arbeitsgemeinschaft gewinnt Planungswettbewerb zur
Landesgartenschau Trier 2004
Die Trierer Arbeitsgemeinschaft, Helmut Ernst,
Landschaftsarchitekt, BDLA und Michael R. Schwarz, Architekt,
hat den Landschaftsarchitektonischen Wettbewerb zur
Landesgartenschau Trier 2004 gewonnen. Das Preisgericht unter
Vorsitz von Frau Professor Cornelia Bott (Korntal-Münchingen)
setzte die Arbeit des Trierer Büros mit 9:0 Stimmen einstimmig
auf den ersten Platz. Der Entwurf verbinde die Themen
Ausstellung und Dauernutzung in idealer Weise, sagte Frau Bott.
Zudem sei der Entwurf, in der knapp bemessenen Zeit bis zur Eröffnung
der Landesgartenschau im April 2004, gut zu realisieren. Platz
zwei ging an den Landschaftsarchitekten Michael Hink aus
Schwaigern bei Heilbronn, dessen Entwurf vor dem, von
Landschafts- und Gartenarchitekt Stefan Fromm aus Dettenhausen
bei Böblingen landete. Auf Platz vier setzten die Preisrichter
das Werk des Landschaftsarchitekten Jürgen Weidinger aus
Berlin. Zudem gab es noch vier Ankäufe, mit denen weitere
besonders bemerkenswerte Arbeiten ausgezeichnet wurden.
„Das Ergebnis dieses Wettbewerbs ist ein erster Schritt zum
Erfolg der Entwicklungsmaßnahme am Petrisberg“, sagte ein
sichtlich zufriedener Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer
in der anschließenden Pressekonferenz. Sicherlich sei es etwas
Besonderes, dass ausgerechnet ein Trierer Büro den anonymen
Wettbewerb gewonnen habe, so Schröer. Diesem Entwurf sei
anzusehen, dass die Planer mit der Region Trier vertraut seien.
Für Triers Baudezernenten Peter Dietze verknüpft der Entwurf
die Landesgartenschau und die Konversion des ehemaligen Militärgeländes
auf dem Petrisberg zu einem Wissenschaftspark und angrenzender
Wohnbebauung, ganz ausgezeichnet. „Es war wichtig“, so
Dietze, „intensive Gedanken an die Zeit nach der
Landesgartenschau mit in die Überlegungen einzubeziehen“.
Matthias Schmauder, der Geschäftsführer der Landesgartenschau
GmbH freut sich nach eigenen Worten, den Entwurf der Trierer
Architekten umsetzen zu dürfen. Bereits im August sollen auf
dem Petrisberg die Bauarbeiten beginnen.
Der Entwurf des Siegerbüros zeige einen sehr sensiblen Umgang
mit der vorhandenen Geländesituation der Stadtlandschaft auf
dem Petrisberg, sagte Frau Bott in ihrer abschließenden
Bewertung. Das Büro habe an wichtigen Stellen entscheidende
Akzente gesetzt. Besonders hervorstechend sind ein großes
Wasserbassin im Wissenschaftspark, ein geplantes Weinlokal in
den Weinbergen oberhalb des Brettenbachtales, sowie die
Einbeziehung des Wasserturmes. Herausragend sei, so Bott, die
gezielte Öffnung eines Übergangs vom Wasserturm über den römischen
Grabhügel bis hin zur Trierer Talstadt.
Am 8. März 2002 um 16 Uhr wird der rheinland-pfälzische
Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage, in der Europäischen
Kunstakademie in Trier, den Gewinnern ihre Preise überreichen.
Die Ausstellung ist ab Dienstag, 5. März bis zum 17. März, täglich
außer Montags, zwischen 11 und 17 Uhr, der Öffentlichkeit zugängig.
Wettbewerbsergebnis Realisierungswettbewerb Landesgartenschau
Trier 2004
1. Preis: Helmut Ernst, Landschaftsarchitekt, BDLA
Michael R. Schwarz, Architekt, Trier
2. Preis: Stadtraum - Gartenraum - Freiraum Michael Hink,
Landschaftsarchitekt BDLA, Schwaigern
3. Preis: Stefan Fromm, Freier Garten- und
Landschaftsarchitekt, BDLA, Dettenhausen
4. Preis: Jürgen Weidinger, Landschaftsarchitekten,
Berlin
Ankäufe:
Adler und Olesch, Landschaftsarchitekten, BDLA, Mainz
Sommerlad - Haase - Kuhli, Landschaftsarchitekten, Gießen
RMP Landschaftsarchitekten, Stefan Lenzen, Düsseldorf
AG Freiraum, J. Dittus + A. Böhringer
Pit Müller, freie Landschaftsarchitekten, Freiburg
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